Fleckenberg liegt an der Mündung der Latrop in die Lenne. Bereits 1282 urkundlich erwähnt wird, zählt unser Dorf zu den schönsten Orten des Sauerlandes und wurde 1977 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Landes- und Bundesgolddorf. Viele schmucke Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild. Bestaunen können sie die typische sauerländische Architektur beim Historischen Dorfspaziergang "Use allen Huiser", bei manches über die Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner berichtet wird.
Besonders sehenswert in Fleckenberg: Die St. Antonius Pfarrkirche, 1904 erbaut, mit der wertvollen Ibach-Orgel, einem wirklich besonderen Kleinod. Auch ein Blick in die 1666 erbaute St. Agatha-Kapelle in Oberfleckenberg lohnt sich. Sie ist eine der schönsten Kapellen des Schmallenberger Sauerlandes mit Fresken-Malereien und einem wertvollen Barockaltar. Noch heute nutzt der Besucher das Original-Gestühl von einst.
Darüber hinaus einen Besuch wert ist das Technische Museum in der alten Besteckfabrik Hesse. Die alte Besteckfabrik, die mit ihrer fast vollständig erhaltenen Inneneinrichtung unter Denkmalschutz steht, wurde zwischen 1997 und 2000 vom Heimatverein Fleckenberg renoviert und der Öffentlichkeit als Technisches Museum zugänglich gemacht. Noch heute mit Wasserkraft betrieben, dokumentiert sie eindrucksvoll ein Stück sauerländischer Industriegeschichte.
Als Ausgangspunkt zu drei Tälern – Latroptal, Lennetal und Üntroptal - bietet Fleckenberg mit ca. 120 km gut ausgebauten und gezeichneten Wander- und Spazierwegen besonders abwechslungsreiche Wandermöglichkeiten mit eindrucksvollen Aussichten. 7 gut gezeichnete Rundwanderwege erfüllen jeden Wanderanspruch. Im Winter werden ca. 30 km Winterwanderwege gebahnt; die Gellmecke-Loipe führt durch das romantische Latroptal.Unser Ort liegt zudem direkt am "Sauerland-Radring" und bietet damit einen guten Einstig ins Radwegenetz.
Mehrere gezeichnete Zuwege führen direkt zum über den Kamm des Rothaargebirges verlaufenden Rothaarsteig. Das Rothaargebirge ist nicht nur Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, sondern außerdem Sprachscheide zwischen dem Niederdeutschen und dem Hochdeutschen und war dazu in früheren Zeiten Grenze zwischen dem zum Kurfüstentum Köln gehörenden Herzogtum Westfalen und dem Fürstentum Sayn-Wittgenstein-Berleburg und damit auch Religionsscheide zwischen dem katholischen Köln und dem protestantischen Berleburg. Der Waldskulpturenweg entlang des Rothaarkammes erinnert mit seinen Skulpturen an diese Grenzsituation und an die Eigentümlichkeiten der beiden Kulturregionen Sauerland und Wittgenstein, um gleichzeitig eine künsterlische Brücke zwischen den benachbarten und doch unterschiedlich gewachsenen Identitäten und Traditionen zu schlagen.
Auf ein zeitlich weniger weit zurückreichendes, aber für das Sauerland nicht weniger einschneidendes Ereignis bezieht sich der Kyrill-Pfad. Beim Höhenort Schanze wurde auf einer landeseigenen Fläche der Wald mit allen Zerstörungen, die der Sturm Kyrill am 18. Januar 2007 hinterlassen hat, erhalten und so abgesichert, dass man sich auf dem von den Rothaarsteig-Rangern angelegten Pfad anschauen kann, welche Gewalt der Sturm gehabt hat und wie sich die Natur die Fläche zurückerobert.